Die Schule

Aktueller Stand & Perspektive

Nach einer intensiven Gründungsphase hat die Waldorfschule im Herbst 2018 den Schulbetrieb aufgenommen. Dafür wurden zunächst Container als dreijährige Übergangslösung im Landshuter Stadtpark aufgestellt. Um der Schule ein endgültiges Zuhause zu bieten, laufen im zweiten Schritt Planungen zum Bau eines Schulgebäudes am Hascherkeller. Das rund 10.000 Quadratmeter große Grundstück befindet sich im Besitz der Stadt Landshut. Es liegt hierfür die schriftliche Zustimmung des Stadtrats vor, der Waldorfschule Landshut das Gelände im Erbbaurecht zu überlassen.

Derzeit wird das Grundstück vom Stadtgartenamt als Baumschule genutzt. Die Stadt Landshut befindet sich bereits auf der Suche nach einem geeigneten neuen Standort dafür. Momentan besteht noch kein Baurecht auf dem Grundstück, dieses wird jedoch durch eine Bebauungsplanänderung beziehungsweise eine Änderung der Flächennutzung erarbeitet. Die Vorplanungen werden in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Landshut, dem beauftragten Planungsteam, der Bauaufsicht Landshut sowie dem Stadtplanungsamt durchgeführt.

Als professionelle Unterstützung wurde die BPM GmbH beauftragt, um das Vergabeverfahren im Auftrag der Waldorfschule Landshut zu betreuen. Die notwendigen Unterlagen für die anstehenden Planungen befindet sich derzeit in Bearbeitung durch den Arbeitskreis Immobilie und werden im Anschluss mit der Regierung von Niederbayern und mit dem Kultusministerium abgestimmt. Darin finden auch die Anforderungen des Schulleiters sowie des Lehrerteams Berücksichtigung.

Geschichte

Bereits 1999 gab es in Straubing erste Bestrebungen eine Waldorfschule in Niederbayern ins Leben zu rufen. Seit 2008 entwickelte sich aus dem örtlichen Waldorfkindergarten in Landshut eine Initiative mit dem Ziel einer Schulgründung. Geplant war eine regionale „Waldorfschule Niederbayern“ mit Zweigschulen in Straubing und Deggendorf. Im April 2010 wurde von Gründungswilligen aus Landshut, Straubing und Deggendorf der Förderverein Waldorfschule Niederbayern e.V. initiiert. In Landshut plante man eine einzügige Waldorfschule bereits zum Schuljahr 2013/14. Diese war als interkulturelle Schule konzeptioniert. Sie sollte eine friedenspädagogische Ausrichtung erhalten und die Integration Kinder unterschiedlicher Herkunft fördern. Parallel wurde die Gründung einer Waldorfschule im Raum Straubing/Deggendorf vorbereitet. Obwohl die Pläne für Landshut bereits sehr weit gediehen waren, kam es nicht zu einer Schulgründung.
Neuen Bestrebungen von Eltern des Landshuter Waldorfkindergartens war mehr Erfolg beschieden. Nach einigen Standortdiskussionen konnte die erste Waldorfschule Niederbayerns im Herbst 2018 nach einer zweijährigen Gründungszeit ihren Betrieb aufnehmen. Zunächst gab es eine erste und eine dritte Klasse. Im folgenden Schuljahr gibt es bereits die Klassen 1 bis 4 am Landshuter Standort.

Schulgenossenschaft

Die Schulgenossenschaft ist eine Gesellschaft von nicht geschlossener Mitgliederzahl. Gegenstand der Genossenschaft ist der gemeinsame Aufbau und wirtschaftliche Betrieb einer durch die Schulbehörde genehmigten Freien Waldorfschule einschließlich aller für den Schulbetrieb und Vorschulbetrieb erforderlichen Einrichtungen. Die Genossenschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung durch das Angebot der Freien Waldorfschule, die auf der Menschenkunde Rudolf Steiners gründet. Diese Schule dient der Allgemeinheit, ohne Rücksicht auf Weltanschauung oder Vermögensverhältnisse der Eltern eines Kindes.

Mitbestimmung – gleiches Recht für alle

Genossenschaften liegt eine demokratische Unternehmensverfassung zu Grunde. Das heißt: Jedes Mitglied hat grundsätzlich eine Stimme – unabhängig von der Höhe der finanziellen Beteiligung – und damit das gleiche Gewicht bei Entscheidungen. Einzelinteressen können deshalb nicht dominieren. Kein Mitglied muss befürchten, von anderen Mitgliedern aufgrund einer höheren Kapitalbeteiligung überstimmt zu werden. Diese demokratischen Entscheidungsstrukturen bieten auch den großen Vorteil, dass sie die Genossenschaft vor der Übernahme Dritter beziehungsweise anderer Unternehmen schützen, die andere Interessen verfolgen.

Die Förderung der Mitglieder steht im Mittelpunkt

Genossenschaften dienen ihren Mitgliedern dazu, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Dabei kann es sich um ein wirtschaftliches, soziales oder kulturelles Ziel handeln. Die Genossenschaft fördert ihre Mitglieder, weil sie Leistungen anbieten kann, die das einzelne Mitglied alleine nicht oder nur unter großem Aufwand erbringen kann. Aber auch der wirtschaftliche Erfolg und die Gewinnerzielung des Unternehmens dienen der Mitgliederförderung.

Genossenschaftsanteile bilden das Eigenkapital

Der Zahl der Mitglieder einer Genossenschaft ist keine Obergrenze gesetzt. Jedes Mitglied leistet beim Eintritt einen finanziellen Beitrag, indem es Genossenschaftsanteile erwirbt. Die Höhe eines Geschäftsanteils wird von den Mitgliedern gemeinsam festgelegt. Zusammen bilden die Anteile der Mitglieder das Eigenkapital des Unternehmens. Ein Mindestkapital sieht die Rechtsform der Genossenschaft nicht vor. Die Genossenschaft finanziert sich aus ihrem Eigenkapital und aus dem laufenden Geschäftsbetrieb.

Die Haftung ist begrenzt

Die Haftung der Mitglieder ist auf die Geschäftsanteile begrenzt.

Schularzt

Wer die gesunde, also die leibliche, seelische und geistige Entwicklung der Kinder in den Mittelpunkt der Schulbildung stellt, sollte dafür auch die Kompetenz eines Arztes gewinnen, war die Überzeugung von Rudolf Steiner. Deshalb ist die Mitwirkung eines „Schularztes“ in Waldorfschulen von Anfang an Tradition. Ein Schularzt entwickelt sich im stetigen Austausch mit den Lehrern, Therapeuten, Eltern und Schülern zu einem Teil des Schulorganismus.
Der Schularzt sieht die Kinder nicht täglich, anders als Lehrer und Eltern, sondern punktuell zu bestimmten Zeiten und kann damit Entwicklungsschritte feststellen, die Eltern und Erziehern im Fluss der täglichen Versorgung und im stetigen Kampf um die Gewohnheitsbildung oft verborgen bleiben.

Unsere Schulärztin Petra Stemplinger war einige Jahre Heilerzieherin im Kindergarten und in einer heilpädagogischen Einrichtung. Es folgte ein Studium fundamentale der Philosophie und Kunst am Novalis Hochschulverein Dortmund. Anschließend studierte sie Medizin an den Universitäten Göttingen und Witten/Herdecke. Eine dreijährige Ausbildung zur Kinderärztin und  der Facharztabschluss in Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik schlossen sich an.
Sie ist anthroposophische Ärztin zertifiziert nach den Richtlinien der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte Deutschland (GAÄD) und nach der Deutschen Gesellschaft für Anthroposophische Psychotherapie (DtGAP). Petra Stemplinger ist in leitender Position an der Kinderklinik in Landshut am Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) tätig. Seit 2016 ist sie zudem Schulärztin der Freien Waldorfschule Regensburg.

Kollegium

Hier stellen wir Ihnen unser engagiertes Team vor. Jederzeit sind neue interessierte Mitarbeiter willkommen. Schicken Sie uns gerne eine Initiativbewerbung. Offene Positionen finden Sie hier.

Pädagogik

Othmar Asam
Othmar AsamGründungslehrer, Schulleiter und Klassenlehrer der 3. und der 4. Klasse
Kristina Ullrich
Kristina UllrichKlassenlehrerin der 2. Klasse
Stefanie Lottes
Stefanie LottesKlassenlehrerin der 1. Klasse
Martina Spiessl
Martina SpiesslReligionspädagogin
Dominika Aslam
Dominika AslamEnglischlehrerin
Genoveva Brunner
Genoveva BrunnerLehrerin für Handarbeit und Werken
Jana Kabutke
Jana KabutkeLehrerin für Spielturnen und Sport / Mittagsbetreuung
Petra Stemplinger
Petra StemplingerSchulärztin
Stephan Nusko
Stephan NuskoLeiter der Mittagsbetreuung
Karolina Doutlik
Karolina DoutlikMittagsbetreuung
Daniela Eberl
Daniela EberlMittagsbetreuung

Geschäftliches

Lena Föckersperger
Lena FöckerspergerMitglied der Geschäftsführung
Silke Guhde
Silke GuhdeMitglied der Geschäftsführung
Petra Seubert
Petra SeubertAnsprechpartnerin im Schulbüro

Schulabschlüsse

Aktuell sind wir eine Grundschule, zukünftig wird es die Möglichkeit geben, die Mittlere Reife und das Abitur an der Waldorfschule Landshut abzulegen.

Mittags- und Nachmittagsbetreuung

In der Mittagsbetreuungsgruppe bis 14.30 Uhr und in einer weiteren bis 16 Uhr dürfen die Kinder im Garten spielen und sich austoben. In Ruhephasen wird beispielsweise vorgelesen. In der Gruppe bis 16 Uhr gibt es zusätzlich eine Hausaufgabenzeit und ein pädagogisches Angebot musikalischer, künstlerischer oder sportlicher Art.
Vegetarisches oder veganes Mittagessen eines Bio-Unternehmens stehen zur Auswahl. Alternativ können Eltern ihren Kindern aber auch Brotzeit mitgeben.

Elternarbeit und Arbeitskreise

Im Konzept der Waldorfschule ist es vorgesehen, dass Eltern ihre Fähigkeiten und Talente zugunsten der Gemeinschaft einbringen. Dafür gibt es so genannte Arbeitskreise, denen sich die Eltern anschließen.